Ratgeber
Was kostet eine Auflastung?
Stand: Oktober 2026
Kurz gesagt: Eine Auflastung kostet die Zusatzluftfeder, den Einbau, die Abnahme beim Prüfer und die Gebühr der Zulassungsstelle. Teurer wird es, wenn deine Reifen oder Felgen die neue Hinterachslast nicht tragen. Danach zahlst du etwas mehr Kfz-Steuer, über 3,5 t kommen Folgekosten wie C1-Führerschein und Maut im Ausland dazu.
Deine Teilepreise rechnet dir der Schnellcheck aus, mit tagesaktuellen Preisen. → Schnellcheck mit Preis
Die Kostenblöcke
1. Zusatzluftfeder
Der größte Posten. Was er ausmacht:
- Balg: Z8 ist teurer als Z6.
- Bedienung: Basic (Füllventile) ist am günstigsten, Plus (Cockpit + Kompressor) liegt darüber, E-Suspension (App) am höchsten.
- Zubehör: Bei Plus kommt der Kompressor-Haltewinkel als eigene Position dazu. Bei Basic optional Manometerblende oder Kompressor.
2. Einbau
Selbst einbauen spart Geld, setzt aber Werkzeug, Hebebühne oder sichere Aufbockung und Schraubererfahrung voraus. Alternativ bauen wir oder eine Partnerwerkstatt ein. Die E-Suspension ist schneller montiert, weil im Cockpit nichts verbaut wird.
3. Reifen und Felgen (nur wenn nötig)
Hier entscheidet sich, ob die Auflastung günstig oder teuer wird:
- Light-Chassis: Die Serienfelge trägt 1.000 kg pro Rad. Soll die Hinterachse über 2.000 kg, brauchst du Felgen mit mehr Traglast und Reifen mit mindestens Lastindex 112.
- Heavy-Chassis: Kommt auf deine Vorderachslast an. Bei 2.100 kg Vorderachse reichen für eine Hinterachse bis 2.600 kg Felgen mit 1.300 kg pro Rad und Reifen 118/116. Für die volle Hinterachslast von 2.700 kg brauchst du Felgen mit 1.350 kg pro Rad (ET ab 52) und Reifen mit Lastindex 121/119.
→ Reifen und Felgen bei der Auflastung
4. Abnahme beim Prüfer
Die Änderungsabnahme bei TÜV, DEKRA, GTÜ oder einer anderen Prüforganisation kostet eine Gebühr, die je nach Prüforganisation unterschiedlich ist.
5. Zulassungsstelle
Für die Änderung im Fahrzeugschein berechnet die Zulassungsstelle eine Verwaltungsgebühr.
Laufende Kosten nach der Auflastung
| Posten | Was sich ändert |
|---|---|
| Kfz-Steuer (ab S 4) | +10 EUR je angefangene 200 kg; 3.500 auf 4.200 kg: 240 auf 270 EUR/Jahr |
| HU (über 3,5 t) | nach 6 Jahren jährlich statt alle 2 Jahre |
| Führerschein (über 3,5 t) | C1, falls du keine alte Klasse 3 hast; alle 5 Jahre verlängern |
| Maut im Ausland (über 3,5 t) | z. B. Österreich GO-Box statt Vignette |
| Anhängelast | kann sinken, soweit zGG plus Anhängelast sonst die zulässige Zuggesamtmasse überschreiten würde |
Günstigere Alternative: kleine Auflastung
Ergeben deine eingetragenen Achslasten zusammen mehr als dein zGG, kann eine kleine Auflastung reichen. Die Hinterachslast bleibt dabei aber gleich, und du brauchst dafür immer eine SMV-Zusatzluftfeder an der Hinterachse. Manche Aufbauhersteller bieten zusätzlich eine reine Papier-Auflastung an. Ob das für dein Fahrzeug geht, klärst du direkt beim Hersteller.
Vorher durchrechnen: lohnt sich der Sprung über 3,5 t?
Wenn du keine alte Klasse 3 hast und viel in Österreich unterwegs bist, kommen Kosten dazu, die in keinem Angebot stehen. Manchmal reicht eine Auflastung auf genau 3.500 kg, wenn dein Fahrzeug heute darunter liegt.
Dein nächster Schritt
Der Schnellcheck zeigt dir dein mögliches Gewicht, ob Reifen und Felgen reichen, und die Teilepreise. → Schnellcheck starten
Häufige Fragen
Was kostet eine Auflastung insgesamt?
Das hängt vor allem an der Luftfeder-Variante, am Einbau und daran, ob du neue Reifen oder Felgen brauchst. Deinen konkreten Preis für Teile zeigt dir der Schnellcheck.
Kostet die Auflastung laufend mehr?
Etwas Kfz-Steuer: ab Schadstoffklasse S 4 zahlst du 10 EUR pro angefangene 200 kg mehr im Jahr, von 3.500 auf 4.200 kg also 30 EUR. Über 3,5 t kommen dazu jährliche HU nach sechs Jahren und gegebenenfalls C1-Führerschein und Maut im Ausland.
Schnellcheck
Passt das bei deinem Wohnmobil?
Gib deine Achslasten und dein zGG ein, das Ergebnis siehst du sofort.

